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TileServer (Apache Tomcat)

Der TileServer ist eine Java Applikation und damit unter Windows und Linux Systemen lauffähig. Der TileServer erzeugt etwa aus bestehenden MapGuide Karten (MapDefinition) und WMS-Karten Bilder respektive Kacheln im png-Format. Die Ergebnisse sind Tile-Karten und können in MapEdit verwendet werden. Tile-Karten haben die Eigenschaft einer sehr hohen Performance. Kacheln (Tiles) können vorab erzeugt werden (prerender) oder wahlweise auch erst beim ersten Aufruf einer Kachel („live“ oder „on demand“).

I.d.R. ist der TileServer auf dem Applikationsserver (Kartenserver) installiert und somit vom MapEditServer (WebServer) getrennt. Es ist außerdem für eine Lastverteilung empfehlenswert mehr als einen TileServer einzurichten und zu nutzen.

Tile Server Konfiguration

Möchten Sie Karten (MapGuide oder WMS etc.) rendern – entweder vorrendern oder live rendern, dann müssen Sie zunächst den TileServer konfigurieren. Hier finden Sie
Erläuterungen zur Anpassung der TileServer Konfiguration, die als
TileServer.Properties gespeichert wird. Die Datei befindet sich auf dem Kartenserver im Installationsverzeichnis von Tomcat:

C:\Program Files\Apache Software Foundation\Tomcat x.x\conf

Ribbons der TileServer Konfiguration

Damit wird die Konfigurationsdatei TileServer.properties in den einfachen AppBuilder Editor geladen und die Inhalte angezeigt. Im Editor selbst kann die Datei manuell bearbeitet werden. Nach dem Bearbeiten kann die Konfiguration gespeichert werden.

Die Inhalte der TileServer.properties können in die Zwischenablage kopiert und in einem externen leistungsstarken Editor bearbeiten werden. Dort fügen Sie dann die Zwischenabklage ein und können beispielsweise den Text übersichtlicher formatiert anzeigen und bearbeiten.

Damit kann die TileServer.properties geleert werden (mit vorheriger Sicherheitsabfrage).

Haben Sie Textinhalte aus dem externen Editor von dort aus in die Zwischenablage kopiert, können Sie die Inhalte in den einfachen Editor aus der Zwischenablage einfügen. Nach dem Bearbeiten kann die Konfiguration gespeichert werden.

Die Ebenen einer TileServer.properties

Ebene TileServer
Ebene Renderer
Ebene Map

Tipps und Tricks für die Konfiguration

Bearbeiten Sie die Datei von oben nach unten. Kommentare beginnen mit #.
Nach dem Bearbeiten klicken Sie bitte auf speichern.

Es gibt mehrere Ebenen in der TileServer.properties:

TileServer -> Renderer -> Map

Die Vorgaben werden in dieser Reihenfolge weitergegeben und können auch in der untergeordneten Ebene überschrieben werden. D.h. die Einstellungen der Mapdefinitions überschreiben die Einstellungen des Renderers und des TileServers.

für einen Renderer können beliebig viele Karten eingerichtet werden.

Es können auch mehrere Renderer angegeben werden, wobei jeder Renderer eine freie Nummer erhält.

Bei jeder weiteren #Mapdefinition muss die Zahl eindeutig sein (Renderer.1.Maps.2.), denn der „Name“ wird im TileServer Manager aufgelistet und dort ausgewählt (beim Vorrendern).

Es können unterschiedliche RefSysInfo.xml verwendet werden – wenn Sie z.B. als Dienstleister unterschiedliche Projekte verwalten und verschiedene Regionen (Koordinatenbereiche) in den Projekten dargestellt werden. In diesem Fall muss jedem Projekt in den Optionen die richtige RefSysInfo.xml zugewiesen werden.

Die Parameter für den MuM TileServer, die in der TileServer.Properties angewendet werden können, finden Sie unten im Artikel
TileServer Konfigurationsparameter.

Tile Server Manager

Allgemein

Über den TileServer Manager wird der Apache Tomcat (Kachelserver) angesprochen.

Kachel Renderer

Über diese Oberfläche wird:

  • das rendern gestartet (STARTE RENDERER)
  • das rendern abgebrochen (RENDERER ABBRECHEN)
  • Tiles aus dem Speicher und von der Festplatte gelöscht (CACHE LEEREN)

Des Weiteren werden Kommandos bereitgestellt:

  • den Status vom TileServer abfragen (GetStatus)
  • TileServer.properties neu laden (ReloadConfig)
  • erweiterte Konfigurationsdetails abfragen (GetExtendedConfig)
  • leere Kacheln laden (LoadEmptyTiles)
  • leere Kacheln speichern (SaveEmptyTiles)
  • Speicher löschen (ClearMemCache)

Weitere ausführbare TileServer Kommandos findet man unten auf der Seite GetStatus in einer Auswahlliste:

Kommandos

Fast alle diese Kommandos können über eine URL gestartet und mit weiteren Parametern versehen werden. Diese Parameter sind jedoch in Absprache mit MuM Consulting durchzuführen und werden hier nicht alle veröffentlicht.

Die Liste der TileServerFunktionen und Kommandos und , finden Sie unten im Artikel TileServer URL Befehle.

Veröffentlichte URL’s

So prüfen Sie den Status des TileServers, indem Sie folgende Adresse in einen WebBrowser eingeben:

http(s)://<kartenserver:8080>/TileServer/TileServlet?getstatus

Wenn nachträglich eine Zoomstufe für eine Karte gerendert werden soll, da kann das
z.B. einfach über die nachfolgende URL gemacht werden. Dann wird die Karte Grundkarte in der Zoomstufe 11 neu gerendert:

http(s)://<kartenserver:8080>/TileServer/TileServlet?
prerender&map=Grundkarte&zoomlevel=11&force=true

Wenn Kacheln aus unerklärlichen Gründen fehlen, dann entfernt der folgende Befehl alle leeren Kacheln in diesem Maßstab, so dass diese definitiv neu gerendert werden.

http(s)://<kartenserver:8080>/TileServer/TileServlet?
clearemptytiles&map=Grundkarte&zoomlevel=11

Bitte immer anschließend die TileServer Log checken, ob da eine Fehlermeldung kommt:

http(s)://<kartenserver:8080>/TileServer/TileServlet?
command=SHOWLOG

Kacheln erzeugen

Im TileServer Manager im Dialog Kachel Renderer wird unten in der mittleren Auswahlliste die TileServer Karte für die Kachelung selektiert. Nach dem Starten des Renderers erscheint eine Abfrage, welche Kacheln denn gerendert werden sollen:

Nur fehlende Kacheln erzeugen

Wählen Sie diese Einstellung, wenn sie zum ersten Mal die Kacheln einer Karte erzeugen. Oder sollte das Rendern aus irgendeinem Grund unterbrochen worden sein (Stromausfall, MapGuide reagiert nicht mehr etc), wird noch mal „Starte Renderer“ gestartet und „Nur fehlende Kacheln erzeugen“ verwendet.

Alle Kacheln neu erzeugen

Wenn Sie bereits vorhandene Kacheln auf den neusten Stand updaten wollen. Dabei
werden die Kacheln einzeln überschrieben und nicht vorher alles gelöscht. Das bedeutet, wenn aus irgendeinem Grund das Kacheln nicht komplett durchläuft (Stromausfall, MapGuide reagiert nicht mehr etc) hat man trotzdem alle Kacheln da, wenn auch nicht alle auf dem aktuellen Stand. Dieser Befehl löscht auch die live gerenderten Kacheln – es wird also der in der TileServer.properties angegebene ValidZoomLevel verwendet.

Weitere Optionen: Min./Max. Zoomlevel

Es gibt die Möglichkeit gezielt bestimmte Zoomlevel oder einen Zoomlevel Bereich neu zu rendern – ohne extra eine Änderung in der TileServer.properties zu machen.
Wenn man hier nichts einstellt und so lässt, also 1 bis 28, wird das Kacheln entsprechend den Einstellungen in der TileServer.properties durchgeführt.
Wird ein bestimmter Zoomlevel eingestellt, überschreibt dies nicht die Einstellungen der TileServer.properties. Jedoch werden dann nur die ausgewählten Zoomlevel gerendert.

Mit Bestätigung der OK-Schaltfläche werden die Tiles sodann gerechnet. Die Berechnung ist an der CPU-Auslastung im Kartenserver deutlich erkennbar. Es erfolgt die Speicherung der Tiles auf der Festplatte. Es wird in dem angegebenen Pfad die Verzeichnisstruktur angelegt und die Kacheln werden dort gespeichert:

Verzeichnisstruktur TileServer

Kacheln im ausgewählen Bereich aktualisieren

Die Funktion bietet die Möglichkeit, Kacheln ganz gezielt an einem bestimmten Ort neu zu erstellen. Man zieht mit der linken Maustaste (gedrückt halten) ein Fenster über den gewünschten Bereich auf und es startet im Hintergrund der MuM TileServer. Sie müssen angeben, welche Karte neu gekachelt werden soll und ob über alle Zoomlevel oder nur über den aktuellen Zoomlevel. Dann startet der Kachel Renderer und arbeitet den Auftrag ab.

Tile Updater

Viele Kunden möchten die MapEdit Karte täglich auf dem aktuellen Stand haben. Für eine schnelle Performance werden vorgerenderte Kacheln und auch Live-gerenderte Kacheln verwendet. Beide Kacheln werden fest in die Verzeichnisse auf dem Server gespeichert und müssen daher aktualisiert werden.


Was macht der Tile Updater:
Der TileUpdater untersucht ob Änderungen in der Oracle Datenbank geschehen sind und erzeugt diejenigen Kacheln neu, die von der Änderung betroffen sind. Dadurch wird vermieden, dass bei einer Datenänderung alle Kacheln neu erzeugt werden müssen.
Ist die TileServer Konfiguration nur auf Liverendern definiert, dann löscht der TileUpdater nur „alte“ Kacheln und erstellt keine neuen – das Erstellen von neuen Kacheln wird nur bei Zoomstufen automatisch angestoßen.


Beispiele:
Neue Features wurden digitalisiert, gelöscht, ein Attribut wurde geändert, dass Auswirkung auf die Darstellung des Features hat o.a. Der TileUpdater arbeitet hierbei ohne die Nutzung von Oracle Trigger. Bei jedem Durchlauf wird jeweils der letzte Datenzustand jedes einzelnen MapGuide Layers (zum Zeitpunkt des letzten Startens des Tile Updaters) mit dem aktuellen Datenzustand des MapGuide Layers verglichen. Hierbei werden nur diejenigen Daten betrachtet die auch für die Darstellung relevant sind. Es werden auch nur die Kacheln upgedatet, die in den in MapGuide für den Layer eingestellten Maßstabsbereich fallen.

Wenn die MapGuide Definition der Karte/Layer verändert wird, z.B. mit dem
MapGuide Studio oder Maestro oder Tabellen oder Views verändert werden, dann funktioniert der TileUpdater nicht mehr korrekt. Man muss die jeweilige MapGuide Karte neu initialisiert (refresh), die Kacheln müssen neu manuelle gerendert werden und die dazugehörige Invalidate_*.xml muss über run neu erzeugt werden!!! Wir empfehlen daher, den TileUpdater erst dann einzurichten, wenn die Darstellung der MapGuide Karte fest steht und nicht mehr geändert wird!

Konfiguration

Start des Tile Updaters über die rechte Maustaste als Administrator (sonst kann es zu Zugriffrechte Problemen kommen):

C:\Programme\mum\Tile Updater\Mum.Geo.TileUpdate.exe

Tile Updater

Data Path:
Den Pfad zum MapEdit Installationsverzeichnis C:\inetpub\wwwroot\MumGeoData über den Schalter … auswählen.

TileUpdater Path:
Dieses Verzeichnis muss manuell angelegt werden. Vollzugriff Jeder
Den Pfad zu dem neuen Verzeichnis C:\inetpub\wwwroot\MumGeoData\Tile Updater\ über den Schalter … dann auswählen.
Für die Logdateien des TileUpdaters muss noch zusätzlich der Pfad
C:\inetpub\wwwroot\MumGeoData\Tile Updater\Invalidate manuell angelegt werden.

TileUpdater Alias URL:

Bei der URL den Alias für diesen Pfad angeben, also:
http://servername/MumGeoData/TileUpdater/ eingeben.

TileServer URL:
Die URL des TileServers angeben: http://servername:8080/TileServer – siehe Kapitel
„TileServer“.

Add:
Den Add Button drücken und die MapDefinitions auswählen, die man in den Update
Mechanismus einbeziehen will. Es werden die MapDefinitions angezeigt, die in der
TileServer.properties eingerichtet sind – siehe Kapitel „Konfiguration des TileServers“.
Die Auswahl der MapDefinitions muss nur einmalig gemacht werden. Dieser Vorgang
dauert eventuell etwas länger, da hier diverse Analysen der MapGuide Definition und der Datenbankverbindungen laufen. Etwas geduldig warten auch wenn man meint es passiert nix!
Für jede gewählte MapGuide Karte legt der TileUpdater eine SH_ALKIS.map Datei an in dem Verzeichnis C:\inetpub\wwwroot\MumGeoData\Tile Updater. Diese beinhaltet die Definition der MapGuide Karte mit allen Layern.


Refresh:
Werden nachträglich Änderungen an der MapGuide Karte gemacht, muss über Refresh die dazugehörige *.map neu erstellt werden!
Im Verzeichnis C:\inetpub\wwwroot\MumGeoData\TileUpdater, das man oben angelegt hat, befindet sich die Datei „TileserverMapName“.map. Diese kann man mit Notepad öffnen. Darin stehen die MapGuide Kartenlayer und welche Datenbankverbindung der Layer hat, welche Datenbankfelder in MapGuide genutzt werden und die Zoomlevel in der dieser Layer sichtbar ist.

„TileserverMapName“.map

Das lesen dieser Definition passiert nur beim klicken des ADD oder REFRESH Schalters, aber nicht wenn man RUN klickt. Bedeutet also, wenn die MapGuide Karte über das Studio oder Maestro verändert wird, dann muss die „TileserverMapName“.map neu erstellt werden und zwar über Refresh (wenn die Karte schon über Add hinzugefügt wurde).


Remove:
Nimmt die ausgewählte MapGuide Karte aus dem Update der Kacheln raus.

Run:
Das Programm wird manuell mittels der Oberfläche gestartet, in dem man alle
MapDefintions die man updaten will, anhakt und auf Run klickt und den Haken Update Tiles setzt.

Programm

Hinweis: Der Laufbalken zeigt nur die Dauer bzw. den Status an, zum Herausfinden der Änderungen. Das neue Kacheln der geänderten Kacheln wird zum Schluss automatisch gestartet und erfolgt mittels des TileServers, wenn der Haken bei Update Tiles gesetzt ist..

done

RUN führt das eigentliche Programm aus, das wiederum ermittelt, welche Kacheln
aktualisiert werden müssen. Über RUN werden in das Verzeichnis

C: \inetpub\wwwroot\MumGeoData\Tile Updater\Invalidate

die „TileServerMapName“.xml Dateien geschrieben, in denen genau aufgelistet wird, welcher Layer an welcher Position eine Änderung hat.

Erläuterung des Programms für Fortgeschrittene

Für jeden MapGuide Layer der Karte wird der Select ausgeführt, den auch MapGuide
ausführt, um die Karte zu erzeugen. Das bedeutet, wenn nur die Geometrie verwendet wird, macht es ein „select geom from table“. Wenn bei der Layerdefinition ein Feld verwendet wird, z.b. die Orientierung dann macht es einen select „select geom, orientation from table“ usw. In der „TileserverMapName“.map kann man nachschauen, welche Felder das sind.

Die aktuelle Geometrie aller Features dieser Tabelle wird nun in der Datei „Layername.geom“ in einem Unterordner der so heißt wie die TileServer Map abgelegt.

Unterordner

In der Datei „Layername.hash“ wird ein Hash Wert für jeden Datensatz abgelegt. Ein
Hashwert ist eine Zahl die eindeutig ist für jede Zeichenkette ist.
Das heißt der Text „Hallo“ hat fixitiv gesagt den Wert 13 und der Text „Halli“ den Wert 29.
Dadurch kann man zwei Werte miteinander vergleichen, ohne dass man den eigentlichen Text speichern muss. In unserem Fall wird der alte Zustand der Daten in Form des Hashwertes gespeichert (der weniger Speicherplatz braucht als die ganzen Daten an Platzt brauchen würden).
Wenn nun Daten geändert werden und danach nochmal die Datensätze ausgewertet
werden, dann ändert sich bei den geänderten Datensätzen der Hashcode. Die Software erkennt also genau welche Datensätze sich geändert haben und auch fehlende und neue Datensätze werden erkannt, in dem die Differenz der beiden Zustände ermittelt wird.
Beispiel:
In unserem Layer werden die Geometry, die Orientierung und das Feld Schachtart
genutzt.
Dann wir der select „select geom, orientation, schachtart from table“ gefahren.
Das Ergebnis ist dann z.b. „geom = punkt(20.223,45.2367)|orientation=102|
schachtart=17″. Aus diesem String wird der Hashcode (ein Zahlenwert) ermittelt und in der Datei abgespeichert. Die Daten selber werden nicht gespeichert.

Anwendung bei Änderungen der MapGuide Karte

Beim ersten Mal werden alle Tiles einer Karte mit dem TileServer vorgerendert (Prerender für bestimmte ZoomLevels). Danach (bevor jedoch Daten geändert werden!!!) lässt man den TileUpdater laufen. Man fügt die Karte über ADD hinzu und klickt auf RUN, aber ohne den Haken bei Update Tiles (es ist seit dem kompletten Vorrendern keine Änderungen der Daten erfolgt – daher muss auch keine neu Kachelung erfolgen) – siehe Abbildung.
Das liest die aktuellen Daten und erzeugt daraus die *.geo und *.hash files.


Tile Updater

Den aktuellen Stand können Sie wie folgt prüfen:
Es wurde in dem Verzeichnis C:\inetpub\wwwroot\MumGeoData\TileUpdater eine
*.map Datei erstellt mit dem aktuellen Datum:

map Datei mit Datum

In dem dazugehörigen Verzeichnis müssen jetzt aktuellen *.geom und *.hash
Dateien vorhanden sein

geom und hash Dateien

Ab diesem Stand kann diese Karte im TileUpdater jetzt als automatischer Task laufen und aktualisiert werden!
Es liest wieder die Daten und vergleicht nun die aktuellen Daten mit den alten.
Daraus erkennt die Software nun, welche Geometrie (oder Attribute mit Auswirkung auf die Darstellung) geändert wurden.
Die Änderungen werden jeweils im Verzeichnis

C:\inetpub\wwwroot\MumGeoData\Tile

Updater\Invalidate geschrieben. Man kann die *.xml Dateien mit einem Editor öffnen
und schauen, was dort genau geändert wird.
Gleichzeitig werden die *.geo und *.hash Files auf den neusten Stand gebracht.
Im Verzeichnis C:\inetpub\wwwroot\MumGeoData\TileUpdater\Invalidate sieht man die jeweiligen Durchläufe des Updaters. Der Dateiname hat das Datum und Uhrzeit im Name.
In diesen Dateien stehen die Änderungen, die der TileServer durchführen soll.
Ganz am Schluss wird nun vom TileUpdater der TileServer aufgerufen und die Datei mit den Änderungen übergeben.
Die *.xml Dateien in dem Verzeichnis C:\inetpub\wwwroot\MumGeoData\Tile
Updater\Invalidate werden nicht von der Software gelöscht. Der Anwender kann diese bei Bedarf manuell löschen!

Der TileServer ersetzt die alten Kacheln durch neue Kacheln. Der TileServer startet und kachelt neu!
Es werden nicht zuerst alle die geänderten Kacheln gelöscht und dann die fehlenden neu erzeugt, sondern die Kacheln werden wirklich ersetzt. D.h. wenn irgendwas beim Update schief läuft, hat man am nächsten Tag immer noch Kacheln (wenn auch teilweise mit altem Zustand).
Man sollte diese ganze Aktion nach Dienstschluss laufen lassen, da das Rendern der
Kacheln etwas dauert und den Server belastet. Das reine herausfinden, welche Geometrie geändert wurden, geht verhältnismäßig schnell und ist natürlich abhängig von der Anzahl der Layer, der Datenmenge etc. Ist das automatische Update mal nicht durchgelaufen, kann man diese Dateien auch nachträglich manuell ausführen, um das Update nachzuholen.
Der Aufruf lautet wie folgt (Dateinamen und Servernamen entsprechend ersetzen) und wird im Browser abgesetzt:


http://servername:8080/TileServer/TileServlet?
invalidate&url=http://servername/MumGeoData/TileUpdater/Invalidate/Osnabrueck.3 1112012_104218.xml


In der TileUpdater Log wird angezeigt, wann welche Karte und wie viele Änderungen
gemacht wurden. Die Log-Datei wird Ihnen unter Projekt / TileServer Manager /
TileUpdater Log angezeigt:

TileUpdater Log

Dazu muss in der Web.config von MapEdit, zu finden unter

C: \inetpub\wwwroot\Mum.Geo.Services,

zwischen <appSettings> und <appSettings> folgendes eingetragen werden:

Bei Value den richtigen Pfad eintragen. Der IIS muss Zugriff auf diesen Pfad haben. Wird dieser Eintrag nicht gemacht, dann nimmt die Software automatisch den
Standardpfad: C:\inetpub\wwwroot\MumGeoData\TileUpdater.

Task / Aufgabenplanung für automatisches Update einrichten

Die Idee ist, dass man einen oder mehrere Scheduled Tasks / Aufgabenplanungen in
Windows einrichtet, die automatisch nach Dienstschluss oder am Wochenende gestartet werden und das Update der Kacheln durchführen. Hier die wichtigsten Einstellungen bei der Erstellung einer Aufgabenplanung.

Aufgabe erstellen

Achten Sie auf Ihre Sicherheitsoptionen, damit die Software auch ohne
Benutzeranmeldung starten kann.
Dann erstellen Sie den für Ihre Umgebung besten Zeitplan – bedenken Sie dabei, ob der Server automatisch zu einer bestimmten Uhrzeit neu gestartet wird, wann Updates eingespielt werden oder wann auf dem Oracle Server eine Sicherung läuft, so dass die Oracle Datenbank eventuell blockiert sein kann etc.

Trigger bearbeiten

Dann geht es mit Aktionen „Programm starten“ weiter. Wählen Sie über durchsuchen die Mum.Geo.TileUpdater.exe und geben den Argumente hinzufügen die MapDefinitions an, die aktualisiert werden sollen. Und zwar werden die einzelnen TileServer-Kartennamen mit einem Leerzeichen hintereinander aufgelistet.

Aktion bearbeiten

Ausgeführt werden kann die Aktion nur, wenn sich der Server im Netzbetrieb befindet, da die Software Zugriff auf die Oracle Datenbank und den TileServer benötigt:

Eigenschaften Aufgabe

Bei den Einstellungen können Sie die Voreinstellung belassen.
Der TileUpdater kann auch per Kommandozeile gestartet werden. Dann die Namen der MapDefinitions die upgedated werden sollen mit Leerzeichen getrennt angeben und alles in einer *.bat Datei speichern. Diese kann bei Bedarf manuell per Doppelklick gestartet werden.
Beispiel:
Mum.Geo.TileUpdater.exe Osnabrueck ALK Gruen

TileServer Konfigurationsparameter

TileServer.Password
Ist der TileServer von außen erreichbar, können Sie ein Passwort eingeben, um unbefugte Änderungen zu verhindern. Momentan wird bei allen Befehlen außer GETEXTENDEDCONFIG, GETKML, GETSTATUS, GETSTATUSXML, GETTILE, GETTILESKML und GETVERSION das Passwort abgefragt.
Das Passwort muss in der TileServer Konfiguration eingetragen werden, sonst kann dieses in MapEdit nicht geladen werden:
Ebenso muss das Passwort bei manuell ausgeführten Befehlen in der URL mit angegeben werden, z.Bsp.:
http://localhost:8080/TileServer/TileServlet?clearcache&map=WASSER&zoomlevelfrom=17&zoomlevelto=2&password=ChangeMeNow!
 Beispiel:
 Password for executing advanced commands like clearcache, prerender etc.
 TileServer.Password=ChangeMeNow!

TileServer.Defaults.UseBufferToPreventPartials
Beim Kacheln kommt es vor, dass Texte oder Symbole abgeschnitten auf Kacheln angezeigt werden oder auch fehlen, weil sich der Einfügepunkt des Textes/Symboles auf einer anderen Kachel befindet. Dann kann man diesen Wert =true setzen. Dadurch wird das Rendern etwas verlangsam, weil dann ein Puffer um Texte und Symbole gelegt wird, der wiederum dafür sorgt, das Texte/Symbole auf allen Kacheln abgebildet werden.
 Beispiel:
 Use a buffer around tiles during rendering to prevent partial text or symbols? (default=false)
 enable it for maps containing texts, which are clipped by the source map server
 TileServer.Defaults.UseBufferToPreventPartials=true

Renderer.1.Maps.1.BufferNumberOfTiles
Ergänzung zur TileServer.Defaults.UseBufferToPreventPartials=true
Es tritt teilweise das Problem auf das bei sehr großen Texten oder Symbolen, diese beim Kachel erzeugen abgeschnitten erscheinen. In der TileServer.properties kann man angeben, wie groß der Buffer sein soll und kann dem entgegen steuern. 0.5 (also eine halbe Kachel) ist die Standardeinstellung.
 Beispiel:
 configurable size of buffer around rendered tiles, default is 0.5 (half a tile)
 Renderer.1.Maps.1.BufferNumberOfTiles=1

CacheManager.BasePath
Hier wird angegeben in welchem Verzeichnis die Kacheln auf der Festplatte gespeichert werden sollen. Sie können einen absoluten Pfad eingeben, dabei ist zu beachten, dass \\ anstatt \ gesetzt wird.
 Oder einen relative Pfad, der sich auf das Tomcat Verzeichnis bezieht:
 TileServerData = C:\Program Files\Apache Software Foundation\Tomcat 7.0\TileServerData.
 Über GETSTATUS im TileServer Manager können Sie prüfen, wo die Kacheln gespeichert werden:
 Beispiel:
 base path of cache for tiles, use \\ instead of \ (a single backslash is the escape character)
 absolute paths and relative paths (relative to Tomcat directory) are allowed
 CacheManager.BasePath=TileServerData
 CacheManager.BasePath=D:\\MapEdit\\tiles

CacheManager.CacheSize
Anzahl der maximalen Kacheln, die im Bowser Cache zwischengespeichert werden können.
 Beispiel:
 maximum number of tiles in memory cache
 CacheManager.CacheSize=50000

Renderer.NumberOfThreads
Abarbeitungssteuerung bei der Ausführung der Programme. Bei MapGuide liegt die Empfehlung bei 2-4 (je nach Prozessoren!!) und für WMS kann der Wert deutlich höher gesetzt werden (4-8). 
 Je höher der Wert gesetzt ist, desto besser ist die Geschwindigkeit beim Rendern. 
 Beispiel:
 number of threads rendering on one server in parallel
 Renderer.NumberOfThreads=4

TileServer.Defaults.ValidZoomLevels
Gibt den Zoom-Bereich vor, bei dem auf Live-Kacheln zugegriffen wird und wenn diese noch nicht vorhanden sind, werden diese live gekachelt (on demand).
 Es besteht auch die Möglichkeit, ohne PreRender.ZoomLevel zu arbeiten. Dann werden die Kacheln nur erstellt, wenn in MapEdit in die Karte gezoomt wird – die Kacheln werden dann live erstellt. Das macht zum Beispiel Sinn, wenn das Gebiet der Karte so groß ist, das ein PreRendern für ZoomLevel 21 zu lange dauert.
 Beispiel:
 TileServer.Defaults.ValidZoomLevels=1-21

Renderer.Default.PreRenderZoomLevels
Gibt die Zoomlevels an, die vorgerendert werden sollen.
 Beispiel:
 TileServer.Defaults.PreRenderZoomLevels=1-21
 ValidZoomLevel und PreRenderZoomLevels können oben in den allgemeinen Optionen als Defaults gesetzt werden. Dann werden diese Werte auf die unten folgenden #Mapdefinitions übertragen (wenn bei den Mapdefinitions keine Werte gesetzt sind).
 Alternativ können beide Werte für jede #Mapdefinitions einzeln gesetzt werden (macht Sinn, wenn #Mapdefinitions mit unterschiedlichen Zoomstufen gekachelt werden sollen!). Diese Werte überschreiben die Default Angaben.
 Renderer.1.Maps.1.ValidZoomLevels=12-21
 Renderer.1.Maps.1.PreRenderZoomLevels=12-19
 In diesem Beispiel werden Kacheln von ZoomLevel 12-21 erstellt. Da jedoch nur ZoomLevel 12-19 vorgerendert wird, wird im ZoomLevel 20 und 21 live gerendert (on demand). 
 Wenn ein Anwender auf Zoomlevel 20 zoomt (Bahnhofstraße 1) startet in dem Moment automatisch der TileServer und kachelt den gewählten Ausschnitt (Bahnhofstraße 1) und schreibt diese Kacheln auch in die angegebenen Verzeichnisse. Zoomt ein anderer Anwender später auf diese Bereich (Bahnhofstraße 1), dann merkt der TileServer dass diese Kacheln schon vorhanden sind und kachelt diese nicht noch einmal!
 Wenn kein Default Wert in der TileServer.Properties verwendet wird, muss jede Karte eigene ValidZoomLevels bekommen!

Renderer.1.ProxyHost
Wird ein Renderer angesprochen, der auf einem durch einen Proxy geschützten Server läuft, dann muss der Proxy angesprochen werden und das Passwort eingetragen werden. Es wird der Host, der Port und der Proxy Type benötigt.
 Beispiel:
 use a proxy server?
 Renderer.1.ProxyHost=my.proxy.domain
 Renderer.1.ProxyPort=12345
 type of the proxy (HTTP or SOCKS)
 Renderer.1.ProxyType=SOCKS
 is authentication required for accessing the proxy? (else just remove the two lines below)
 Renderer.1.ProxyUser=proxyuser
 Renderer.1.ProxyPassword=proxypassword

Renderer.1.HTTPUser
Es wird die HTTP Authentifizierung für WMS, OSM und MapGuide Server unterstützt. Die Eingaben erfolgen bei der Definition der Renderer.
 Beispiel:
 WMS
 renderer settings
 Renderer.2.Type=WMS
 Renderer.2.URL=http://www.wms.nrw.de/umwelt/wasser/uesg
 set additional options to be passed to the WMS server in the request
 Renderer.2.HTTPUser=Test
 Renderer.2.HTTPPassword=changeme

Renderer.1.Type=MapGuide
Hier wird der Zugriff auf MapGuide angegeben, mit der URL und dem Kennwort auf den MapServer. 
 Auch kann der Renderer deaktiviert werden, z.B. wenn man auf einem Offline Laptop nur Kacheln verwenden möchte und dort kein MapGuide installiert ist:
 Renderer.1.IsActive=false
 Es kann auch ein zweiter MapGuide Server angesprochen werden, dann muss eine freie Nummer vergeben werden!
 Beispiel:
 renderer settings
 Renderer.1.Type=MapGuide
 Renderer.1.URL=http:// servername/mapserver2015/mapagent/mapagent.fcgi
 Renderer.1.Username=Administrator
 Renderer.1.Password=admin
 Renderer.1.IsActive=true
 Renderer.2.Type=MapGuide
 Renderer.2.URL=http:// servername2/mapserver2015/mapagent/mapagent.fcgi
 Renderer.2.Username=Administrator
 Renderer.2.Password=admin
 Renderer.2.IsActive=true

Renderer.2.Type=TileServer
Es kann ein zweiter TileServer angesprochen werden, um die Last besser zu verteilen, sowohl ein weiterer MapGuide Server als auch ein weiterer Tomcat TileServer.
 Beispiel:
 renderer settings
 Renderer.2.Type=TileServer
 use multiple TileServers in a load balancing
 Renderer.2.URL=http://servername2:8080/TileServer/TileServlet
 Renderer.2.SyncEmptyTiles=true

Renderer.1.Type
Beispiel:
 example config for generic URL:
 Renderer.1.Type=URL
 Renderer.1.URL=http://myserver/{ZoomLevel}/{X}/{Y}.{Format}
 Renderer.1.Maps.1.Name=MyTiles

Renderer.1.Source  (OpenStreetMap)
Hinweis: Achten Sie darauf die Nutzungsrichtlinien des URL Servers einzuhalten, um zu verhindern, dass Ihr TileServer auf eine schwarze Liste gesetzt wird!
 Dies bedeutet eine Begrenzung der RendererThreads auf maximal 2 und die Begrenzen der Zoomstufen entsprechend der Quelle.
 Es können Platzhalter in der URL angegeben werden:
   -{ZoomLevel} - zoom level (1-28)
  -{X}         - tile number in X-direction
   -{X}         - tile number in Y-direction
   -{Format}    - Bildformat (png etc.)  
 Beispiel:
 example config for OpenStreetMap:
 Renderer.1.Type=URL
 Renderer.1.Source=OpenStreetMap
 Renderer.1.Maps.1.Name=OSM

Renderer.1.Source (OpenTopoMap)
MapEdit und MapEdit Mobile können auch freie topographische Karten von OpenTopoMap (http://opentopomap.org) einbinden.
 Diese bieten nicht nur eine an die amtliche topographische Karte (TK) angelegte Darstellung sondern auch eine Schummerung der Höhenunterschiede auf Basis von SRTM Höhendaten.
 Mit diesem Dreizeiler in der Konfiguration wird die entsprechende Karte definiert und kann später auch auf das lokale System des Kunden transformiert werden.
 Wie gewohnt lässt sich die Karte dann in MapEdit und auch MapEdit Mobile einbinden und ist bei Namensnennung kostenfrei nutzbar (CC-BY-SA Lizenz).
 Beispiel:
 example config for OpenTopoMap:
 Renderer.1.Type=URL
 Renderer.1.Source=OpenTopoMap
 Renderer.1.Maps.1.Name=OpenTopoMap

Renderer.1.Type (WMS)
Wird eine WMS Karte in MapEdit eingebunden, dann sollte diese Karte gekachelt werden. Sonst wird die WMS Karte immer Live über das WWW abgerufen und beeinflusst die Performance der Auskunft negativ. Der Nachteil beim Kacheln ist, das die Karte eventuell nach einiger Zeit nicht mehr aktuell ist. Dann einfach die automatische Aktualisierung verwenden (TileRefreshPeriod)!
 Es werden die gültigen Angaben von URL, SRS und Layer benötigt!
 Die Angabe von MapRequestOptions erwartet auch die Angabe von „Service=wms“.
 Hinweis: Angefragt wird die Version 1.1.1. - die WMS Version 1.3.0 wird noch nicht unterstützt.
 Es gibt die Möglichkeit Layers und Styles abzufragen. Mehrere Layers werden durch Komma getrennt angegeben.
 Beispiel:
 Renderer.8.Type=WMS
 Renderer.8.URL=http://www.geodaten.bayern.de/ogc/ogc_denkmal.cgi
 Renderer.8.Maps.1.Name=WMS_Bodendenkmal
 Renderer.8.Maps.1.TileRefreshPeriod=30d
 Renderer.8.Maps.1.TileSystem=CustomBing
 Renderer.8.Maps.1.Layers=bodendenkmalO
 Renderer.8.Maps.1.RefSysInfoFile=http://servername/MumGeoData/RefSysInfo/RefSysInfo.xml
 Renderer.8.Maps.1.SRS=EPSG:31468
 Renderer.8.Maps.1.Extents.XMin=4564780
 Renderer.8.Maps.1.Extents.XMax=4574800
 Renderer.8.Maps.1.Extents.YMin=5293535
 Renderer.8.Maps.1.Extents.YMax=5302056
 Renderer.8.Maps.1.Styles=default
 Renderer.8.Maps.1.ValidZoomLevels=13-21
 Renderer.8.Maps.1.PreRenderZoomLevels=13-21
 Renderer.8.Maps.1.PreRenderNumberOfTilesX=4
 Renderer.8.Maps.1.PreRenderNumberOfTilesY=4
 ohne Zugriff auf die RefSysInfo im Koordinatensystem lat/long
 WMS
 renderer settings
 Renderer.2.Type=WMS
 Renderer.2.URL= http://wms.geo.admin.ch/
 Renderer.2.Maps.1.TileRefreshPeriod=30d
 Renderer.2.Maps.1.TileSystem=Bing
 Renderer.2.Maps.1.Name=Ortschaften_PLZ
 Renderer.2.Maps.1.Layers=ch.swisstopo-vd.ortschaftenverzeichnis_plz
 Renderer.2.Maps.1.Styles=default
 Renderer.2.Maps.1.SRS=EPSG:4326
 Renderer.2.Maps.1.Extents.XMin=5.8
 Renderer.2.Maps.1.Extents.XMax=10.6
 Renderer.2.Maps.1.Extents.YMin=45.8
 Renderer.2.Maps.1.Extents.YMax=47.9
 WMS – MapGuide Karte als WMS bereitstellen
 Renderer.2.Type=WMS
 Renderer.2.URL=http://servername/mapguide2011/mapagent/mapagent.fcgi
 Renderer.2.Maps.1.Name=PoiWMS
 Renderer.2.Maps.1.TileSystem=CustomBing
 Renderer.2.Maps.1.Layers=Osnabrueck/Layer/PoiLayer
 Renderer.2.Maps.1.SRS=EPSG:21781
 Renderer.2.Maps.1.RefSysInfoFile=http://servername/Osna/RefSysInfo.xml

Renderer.1.Type (Transform)
Ein Renderer der zwischen zwei Koordinatensystemen transformiert, benötigt die MapEdit.URL für die Transformation!
 MapEdit.URL=http://servername/MuM.Geo.Services/
 Für die Transformation von OpenStreetMap Karten wird der Basis Renderer Type=URL / Source=OpenStreetMap benötigt (siehe oben) und darauf wird über die BaseMap der Bezug hergestellt:
 Renderer.3.Maps.1.BaseMap=OSM
 Und die BaseMap ist die Karte, die transformiert wird.
 Transformiert werden können beliebige Basiskarten in ein beliebiges Zielsystem. Dabei ist es egal, ob die Ausgangskarte von einem WMS, OSM oder MapGuide stammt.
 Transformierte Kacheln werden aktualisiert, wenn die Kacheln der zugrunde liegenden Basiskarte geändert werden (nicht in einem festen Intervall!).
 Beispiel:
 MapEdit URL for additional functionality like transformation
 MapEdit.URL=http://servername/MuM.Geo.Services/
 renderer settings
 Renderer.2.Type=URL
 Renderer.2.Source=OpenStreetMap
 Renderer.2.Maps.1.Name=OSM
 Renderer.2.Maps.1.ValidZoomLevels=12-16
 Renderer.2.Maps.1.PreRenderZoomLevels=12-16
 transformed maps
 Renderer.3.Type=Transform
 Renderer.3.Maps.1.Name=OSM_Transform
 Renderer.3.Maps.1.BaseMap=OSM
 Renderer.3.Maps.1.TileSystem=CustomBing
 Renderer.3.Maps.1.RefSysInfoFile=http://localhost/MumGeoData/RefSysInfo/RefSysInfo.xml
 Renderer.3.Maps.1.ValidZoomLevels=12-16
 Renderer.3.Maps.1.PreRenderZoomLevels=12-16

Renderer.2.Type (Combined)
Ab der TileServer-Version 2.2.5 kann man nicht nur schneller vorrendern, sondern auch vorhandene Karten zu einer neuen kombinieren.
 Ein typischer Anwendungsfall:
 Im MapEdit-Projekt gibt es eine Karte mit ALKIS-Daten als Hintergrund für andere Karten.
 Weiter gibt es fachspezifische Karten wie Gas, Wasser usw.
 Üblicherweise bindet man eine Karte ALKIS ein, die immer im Hintergrund angezeigt wird und zusätzlich kann man die themenspezifischen Karten einschalten.
 Es kann aber auch die ALKIS-Karte mit den fachspezifischen Karten als eine neue Karte zusammengefasst werden.
 Dadurch wird vom Client nur noch eine Kachel geladen, statt zwei übereinander gelegt. Gerendert werden immer die Einzelkarten und danach fasst sie der TileServer automatisch zusammen.
 Kombiniert werden die Karten immer von links nach rechts.
 Hier würde also zuerst die Karte Alk und dann darauf Wasser bzw. Gas gezeichnet.
 Es können beliebig viele Karten zusammengefasst werden.
 Die Karten müssen alle das gleiche TileSystem verwenden (die RefSysInfo kann sich aber unterscheiden).
 Kartenausdehnung (Extents+Subextents) sowie die verfügbaren Zoomlevel werden an die Quellkarten angepasst.
 Bei Änderungen an Kacheln der Basiskarten (wenn zum Beispiel der TileUpdater läuft), wird der betroffene Bereich der zusammengefassten Karte automatisch verworfen und automatisch neu erstellt.
 Der Zeitaufwand für das Zusammenfassen ist sehr gering und wenn die Kacheln der einzelnen Karten schon vorhanden sind, benötigt man kein Vorrendern!
 Man sollte dann natürlich den gesteigerten Platzbedarf auf der Serverfestplatte durch die zusätzlichen Karten bedenken.
 Hinweis: Eignet sich wunderbar für MapEdit Mobile, da dort ALKIS und die Fachschalen kombiniert angezeigt werden. 
 Beispiel:
 Beispielkonfiguration:
 Renderer.1.Maps.6.Name=Alk
 Renderer.1.Maps.6.MapDefinition=Library://MapEdit/Grundkarte/Alk.MapDefinition
 Renderer.1.Maps.6.TileSystem=CustomBing
 Renderer.1.Maps.6.RefSysInfoFile=http://gisdemo.mum.de/Tiles//RefSysInfo.xml
 Renderer.1.Maps.7.Name=Gas
 Renderer.1.Maps.7.MapDefinition=Library://MapEdit/Gas/Gas.MapDefinition
 Renderer.1.Maps.7.TileSystem=CustomBing
 Renderer.1.Maps.7.RefSysInfoFile=http://gisdemo.mum.de/Tiles//RefSysInfo.xml
 Renderer.1.Maps.8.Name=Wasser
 Renderer.1.Maps.8.MapDefinition=Library://MapEdit/Wasser/Wasser.MapDefinition
 Renderer.1.Maps.8.TileSystem=CustomBing
 Renderer.1.Maps.8.RefSysInfoFile=http://gisdemo.mum.de/Tiles//RefSysInfo.xml
 renderer settings combined maps
 Renderer.2.Type=Combined
 Renderer.2.Maps.1.Name=AlkWasser
 Renderer.2.Maps.1.BaseMaps=Alk,Wasser
 Renderer.2.Maps.2.Name=AlkGas
 Renderer.2.Maps.2.BaseMaps=Alk,Gas
 TileSystem  (CustomBing)
 Wird als TileSystem das CustomBing verwendet, dann muss eine RefSysinfo angegeben werden, aus der die Einstellungen (SRS, CRS, MIN/MAX X/Y) genommen werden. 
 Beispiel:
 Mapdefinitions
 Renderer.1.Maps.1.Name=ALKIS
 Renderer.1.Maps.1.MapDefinition=Library://ALKIS_Entenhaus/ALKIS.MapDefinition
 Renderer.1.Maps.1.TileSystem=CustomBing
 Renderer.1.Maps.1.RefSysInfoFile=http://servername/MumGeoData/RefSysInfo/RefSysInfo.xml

TileSystem  (Bing)
Wird als TileSystem nur Bing angegeben, wird keine RefsysInfo benötigt. Die SRID und die Extents müssen dann direkt mit angegeben werden und es geht nur mit Lat/Lon Koordinatensystem!
 Das TileSystem = Bing kann auch auf MapGuide Karten angewendet werden, dann muss jedoch der MapGuide Karte schon das Koordinatensystem Lat/Lon zugewiesen werden.
 Beispiel:
 WMS renderer settings
 Renderer.2.Type=WMS
 Renderer.2.URL= http://wms.geo.admin.ch/
 Renderer.2.Maps.1.TileSystem=Bing
 Renderer.2.Maps.1.Name=Ortschaften_PLZ_CH
 Renderer.2.Maps.1.Layers=ch.swisstopo-vd.ortschaftenverzeichnis_plz
 Renderer.2.Maps.1.Styles=default
 Renderer.2.Maps.1.SRS=EPSG:4326
 Renderer.2.Maps.1.Extents.XMin=5.8
 Renderer.2.Maps.1.Extents.XMax=10.6
 Renderer.2.Maps.1.Extents.YMin=45.8
 Renderer.2.Maps.1.Extents.YMax=47.9

TileRefreshPeriod
Hier kann ein Zeitraum/Intervall festgelegt werden, nach dem die Kacheln einer Karte automatisch erneuert werden. Es muss zum Beispiel für das Abrufen und Kacheln von WMS Karten kein Task eingerichtet werden, der nach einem bestimmten Zeitraum die Kacheln aktualisiert! Das kann über die Angabe TileRefreshPeriod durchgeführt werden. Erläuterung: 14d= bei Abfrage der Kachel in MapEdit wird das Änderungsdatum der Kachel geprüft und wenn dieses älter als 14 Tage ist, dann erstellt der TileServer automatisch die Kachel neu.
 Es werden Zahlenwerte eingegeben und ein Leerzeichen zwischen Wert und Einheit ist erlaubt.
 Mögliche Einheiten:
   d  - Tag
   h  - Stunde
   m  - Minuten
   s  - Sekunden
 Beispiel:
 Erneuert die Kachel nach 30 Tagen.
 Renderer.2.Maps.9.TileRefreshPeriod=30d

RenderNumberOfTiles
Hier kann angegeben werden, wie viele Kacheln für eine MapGuide Karte erzeugt werden.
 Hinweis: Der Anwender sollte die vorgegebenen Werte aber nur ändern, wenn er von MuM Consulting  dazu aufgefordert wird. Wenn die Werte nicht gesetzt sind, werden automatisch die optimalen Vorgabewerte benutzt!
 Beispiel:
 Vorrendern:
 Renderer.1.Maps.1.PreRenderZoomLevels=13-21
 Renderer.1.Maps.1.PreRenderNumberOfTilesX=4
 Renderer.1.Maps.1.PreRenderNumberOfTilesY=4
 Live rendern:
 Renderer.1.Maps.1.ValidZoomLevels=13-21
 Renderer.1.Maps.1.RenderNumberOfTilesX=3
 Renderer.1.Maps.1.RenderNumberOfTilesY=3
 Dieser Eintrag führt dazu, dass eine Anfrage an MapGuide 9 Kacheln groß (768x768 Pixel) ist.

EXTENTS
Beispiel: Die ALKIS Karte beinhaltet einige Randgemeinden, da der Kunde auch die Versorgung dieser Ortschaften unter Vertrag hat. 
 Für das MapEdit Projekt wird daher eine RefSysInfo.xml verwendet, die einen großen Koordinatenbereich beinhaltet – also auf die Grenzen der ALKIS Karte angepasst ist. Jedoch liegen die Daten z.B. von Fernwärme nur innerhalb des Stadtgebietes. 
 Um die Anzahl der Kacheln für Fernwärme auf den benötigten Bereich zu beschränken, können für die Fernwärme Mapdefinition sogenannte Extents eingetragen werden (die Koordinaten holt man am besten aus einem Bildaufbau über alle Daten der Fernwärme aus AutoCAD Map):
 Es können auch mehrere Extents für eine Karte definiert werden, diese können auch direkt aneinander grenzen, anstatt zu überlappen.
 Beispiel:
 Mapdefinitions
 Renderer.1.Maps.4.Name=WASSER
 Renderer.1.Maps.4.MapDefinition=Library://WASSER/Wasser.MapDefinition
 Renderer.1.Maps.4.TileSystem=CustomBing
 Renderer.1.Maps.4.RefSysInfoFile=http://servername/MumGeoData/RefSysInfo/RefSysInfo.xml
 Renderer.1.Maps.4.PreRenderZoomLevels=12-21
 Renderer.1.Maps.4.Extents.1.XMin=604727.6091
 Renderer.1.Maps.4.Extents.1.YMin=6002924.0350
 Renderer.1.Maps.4.Extents.1.XMax=607241.7499
 Renderer.1.Maps.4.Extents.1.YMax=6005875.743
 Renderer.1.Maps.4.Extents.2.XMin=602271.0068
 Renderer.1.Maps.4.Extents.2.YMin=5997468.0558
 Renderer.1.Maps.4.Extents.2.XMax=609221.0916
 Renderer.1.Maps.4.Extents.2.YMax=6002944.7948
 Renderer.1.Maps.4.Extents.3.XMin=604846.2819
 Renderer.1.Maps.4.Extents.3.YMin=5996202.5431
 Renderer.1.Maps.4.Extents.3.XMax=605750.4270
 Renderer.1.Maps.4.Extents.3.YMax=5997467.7506
 Renderer.1.Maps.4.BufferNumberOfTiles=1

SUBEXTENTS
Es besteht auch die Möglichkeit Gebiete zu definieren, ohne die Einschränkungen der Extents in der RefSysInfo.xml des Projektes!
 *.UseTileSystemExtentsAsSubExtents=true
 Wird diese Option angewendet, dann können die angegebenen Extents ausserhalb der Extents der RefSysInfo liegen.
 Das wird zum Beispiel für Strom Innenleben/Internals benötigt, die bei 0/0 liegen.
 Hinweis: Wenn möglich verwenden Sie keine sich überlappenden Extents, da diese beim Rendern langsamer sind als nicht-über-lappende.
 Beispiel:
 Mapdefinitions
 Renderer.1.Maps.4.Name=Strom
 Renderer.1.Maps.4.MapDefinition=Library://STROM/Strom.MapDefinition
 Renderer.1.Maps.4.TileSystem=CustomBing
 Renderer.1.Maps.4.RefSysInfoFile=http://servername/MumGeoData/RefSysInfo/RefSysInfo.xml
 Renderer.1.Maps.1.UseTileSystemExtentsAsSubExtents=true
 Renderer.1.Maps.1.Extents.1.XMin=0
 Renderer.1.Maps.1.Extents.1.YMin=0
 Renderer.1.Maps.1.Extents.1.XMax=1000
 Renderer.1.Maps.1.Extents.1.YMax=1000

TileServer URL Befehle

Renderer abbrechen
Das Rendern der ausgewählten Karte wird abgebrochen. Der TileServer stoppt den aktuellen Job.

Starte Renderer
Startet das Prerendern einer Kartendefinition. Es wird ein Job gestartet, der über getstatus beobachtet werden kann.

Cache leeren
Löscht die Kacheln der in der Auswahlliste gewählten Karte von der Festplatte und entfernt diese aus dem Hauptspeicher.

Schließen
Es wird nur dieses Fenster geschlossen, der TileServer kachelt weiter. Beim erneuten Aufruf dieses Fensters sehen Sie den Status. Besser jedoch verfolgen Sie den Vorgang des Kachelns über GetStatus.

Getstatus
Zeigt die Version vom TileServer und den aktuellen Status an.

GetExtendedConfig
Zeigt detailliert die Inhalte der Konfiguration der TileServer.Properties Zum Beispiel wenn ein zweiter TileServer eingebunden ist, werden auch diese Informationen der TileServer.properties mit angezeigt. Enthält alle Informationen über die Karten und die Renderer.

ReloadConfig
Lädt die Konfiguration der TileServer.Properties neu! Das muss bei Änderungen in der TileServer.Properties unbedingt durchgeführt werden.

LoadEmptyTiles
Ermöglicht das erneute Abrufen von den leeren Kacheln. Beim Start vom TileServer (Apache Tomcat in Verbindung mit einem TileServer und einer definierte Karten) werden die leeren Kacheln synchronisiert. Daher kann das Starten vom TileServer in Projekten mit vielen leeren Kacheln länger dauern. Leere Kacheln entstehen dort, wo keine Objekte aus z.B. einer MapGuide Karte vorhanden sind.
Damit nicht der TileServer komplett neu gestartet werden muss, gibt es hier die Möglichkeit, das Laden der EmptyTiles manuell anzustoßen.

SaveEmptyTiles
Leere Kacheln werden nicht als einzelne *.png Dateien abgespeichert, sondern zunächst nur im Browser Cache gespeichert. Über diese Funktion werden (ohne Neustart vom Tomcat) die leeren Kacheln auf dem entsprechenden Pfad der Kacheln in der  _EmptyTiles.delta gespeichert.

ClearMemCache
Löscht alle Kacheln, die sich im Memory befinden, löscht jedoch keine Kacheln von der Festplatte.

cancelprerenderer
Bricht das Prerendern komplett ab.

clearcache
Löscht alle Kacheln auf der Platte und im Speicher.

clearemptytiles
Leere Kacheln werden gelöscht.

clearmemcache
Löscht den Speicher ohne eine Datei (*.png) zu löschen.

clearwarnings
Löscht alle Warnungen und Fehlermeldungen von gestatus und getstatusxml.

clearwebrequestcache
Löscht aus dem Speicher die Anfrage der RefSysInfo, da diese Informationen im Browser Memory gespeichert werden.

getextendedconfig
Siehe oben.

getstatus
Siehe oben.

getstatusxml
Getstatus in XML Format. Die letzten 10 Render-Jobs werden angezeigt.

getversion
Zeigt die Version der geladenen TileServer.war an.

loademptytiles
Siehe oben.

readconfig
Zeigt den Inhalt der TileServer.properties.

reloadconfig
Nach Änderungen in der TileServer.Properties sollte dieser Befehl ausgeführt werden, da auch die TileServer.properties im Cache hängt.

reloadlogconfig
Wurden Änderungen in der log4j.properties gemacht, kann über diesen Befehl die Konfiguration neu geladen werden, ohne Tomcat neu zu starten.

saveemptytiles
Siehe oben.

showlog
Zeigt den Inhalt der TileServer.log. Wenn zum Beispiel über getstatus eine rote Error- Meldung angezeigt wird, dann sollte man immer auch showlog anschauen.

synctodisk
Synchronisiert den Memory Cache mit dem Plattenspeicher (wenn zum Beispiel von Außen Änderungen an Kacheln gemacht wurde/überschrieben).

writeconfigform
Nur für Professional Anwender! Wenn eine neue TileServer.properties in Tomcat geladen werden soll, kann hier über ein Upload die TileServer.properties geladen werden.

Updated on März 31, 2020